IMB

Gleichstrombremsen

8–390 A und 230–600 V


IMB Gleichstrombremsen

Die elektronische Motorbremse IMB bewirkt einen schnellen, sanften und reibungsfreien Stopp eines 3-Phasen-Asynchron­motors. Dies geschieht durch kontrollierte Einspeisung von Gleichspannung in die Motorwicklung nach Öffnen des Netzschützes.

Vorteile auf einen Blick

  • Schutz vor mechanischem Verschleiß
  • Reduzierung der Stoppzeit von großen Lasten
  • Einstellbare Stoppzeit
  • Auto Mode – Gleichstromeinspeisung stoppt automatisch, sobald der Motor steht
  • DIN-Schienen montierbar (Standard 10 A, Option 17–58 A)
  • Einfache Installation und Betrieb

Details

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Bremsen-Typ kW bei 400 V Breite (mm) Höhe (mm) Tiefe (mm) Gewicht (kg)
IMB 10 5* 90 75 105 0,5
IMB 17 7,5 65 190 114 1,3
IMB 31 15 65 190 114 1,3
IMB 58 30 65 190 114 1,3
IMB 105 55 154 280 160 5,0
IMB 210 110 154 280 160 5,4
IMB 310 160 224 384 222 12
IMB 390 200 224 384 222 12
*5,5 kW bei 41 V

Technik

Zulassungen

Strombegrenzung

Dem Motor wird, beginnend mit der eingestellten Startspannung, eine linear steigende Spannung zugeführt. Bei Erreichen des eingestellten Anlaufstroms wird die Spannungsrampe gestoppt und die Klemmspannung am Motor bleibt so lange konstant bis die Motorstromaufnahme unter den eingestellten Anlaufstrom sinkt. Die Rampenzeit verlängert sich um die Zeit der Strombegrenzung.

Wird der Motor mit einer Anlaufstrombegrenzung gestartet, ist zu beachten, dass der Motor ein Beschleunigungsmoment gegen die Last entwickeln kann. Ist der Startstrom zu niedrig gewählt, besteht die Möglichkeit der thermischen Überlastung des Motors oder des Motorsanftanlassers

Sanftstart mit einem Oszilloskop aufgenommen
(Ch1, Spannung; Ch2-4 Strom L1 – L3)

Aus der Grafik wird ersichtlich, dass während des Motorstarts keine Stromspitzen auftreten. Der Motorstart erfolgt mit der eingestellten Startspannung. Diese hat einen Startstrom zur Folge. Die Spannungsrampe gibt die Stromerhöhung bis zur Strombegrenzung vor. Mit dem Erreichen der Strombegrenzung wird die Spannung nicht weiter erhöht. So wird der Strom auf einem festen Wert gehalten (Strombegrenzung).

Anhand der Messung ist erkennbar, dass das Netz während des Motorstarts nicht unnötig von Stromspitzen oder dem hohen Anlaufstrom belastet wird.

Analog

Die analogen Geräte verfügen über Potentiometer zur Parametereingabe.

  • Gewohnte Arbeitsweise, wie bei Überlastrelais
  • Einfache Inbetriebnahme
  • Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich
  • Statusanzeige über LEDs

Bypass

Interne Bypasskontakte

  • Bei diesen Kontakten handelt es sich um mechanische Stützkontakte, die nach dem Start die Leistungselektronik überbrücken.
  • Zusätzlich verfügen die Geräte über ein Hilfsrelais, welches den erfolgreichen Motorstart signalisiert.
    Vorsicht! Viele Wettbewerber bezeichnen diese Hilfskontakte als Bypasskontakte!
  • Die mechanischen Bypasskontakte reduzieren die Wärmeentwicklung und eliminieren die EMV-Belastung des Netzes.